Erweiterter Zahlungsvorschlag
Der Erw. Zahlungsvorschlag erstellt in 365 business Banking Zahlungen an Kreditoren, Debitoren und Mitarbeiter in einem Lauf, gesteuert über Vorlagen.
Der Erw. Zahlungsvorschlag füllt ein Zlg.-Ausg. Buch.-Blatt in Microsoft Dynamics 365 Business Central mit den fälligen Zahlungen: Rechnungen von Kreditoren, Guthaben von Debitoren und Auslagen von Mitarbeitern. Welche Posten er berücksichtigt und wie er die Zeilen bildet, ist in einer Erw. Zahlungsvorschlagsvorlage festgelegt. Bei regelmäßig gleichen Zahlungsläufen richten Sie die Vorlage einmal ein und wählen danach nur noch die Vorlage aus.
Standardfunktionen in Business Central
Der Standard bietet im Zlg.-Ausg. Buch.-Blatt drei getrennte Funktionen: Zahlungsvorschlag (mit Skonto, Priorität und verfügbarem Betrag), Mitarbeiterzahlung vorschlagen und Nettosalden Debitor/Kreditor. Jede Funktion wird einzeln aufgerufen, und die Einstellungen geben Sie bei jedem Lauf neu an. Siehe Microsoft Learn: Zahlungsvorschlag und Salden verrechnen.
Was 365 business Banking ergänzt
- Ein Lauf für alle drei Kontoarten: Kreditoren, Debitoren (Auszahlung von Guthaben) und Mitarbeiter.
- Vorlagen statt Eingaben bei jedem Lauf: Erw. Zahlungsvorschlagsvorlagen einrichten.
- Nachricht an Empfänger mit Platzhaltern je Kontoart: Nachricht an Empfänger mit Platzhaltern.
- Zusammenfassen mit vollständigem Verwendungszweck: Aufteilen oder Zahlungsavis, wenn 140 Zeichen nicht ausreichen: Zahlungen zusammenfassen.
- Debitor-Kreditor-Aufrechnung mit Aufrechnungsnachweis im selben Lauf: Debitor-Kreditor-Aufrechnung.
- Verbände: Zahlungen an Mitglieder eines Verbands werden über das Zentralkonto geleitet.
Der Standard-Zahlungsvorschlag bleibt verfügbar und wird von 365 business Banking ebenfalls erweitert. Siehe Zahlungsvorschlag.
Schritt für Schritt
- Öffnen Sie das Zlg.-Ausg. Buch.-Blatt und wählen Sie den Buch.-Blattnamen, aus dem gezahlt werden soll.
- Wählen Sie Zahlung > Erw. Zahlungsvorschlag.
- Wählen Sie im Register Optionen den Vorlagencode. Hat die Vorlage eine Letztes Fälligkeitsdatum Formel, wird Letztes Fälligkeitsdatum mit dem Arbeitsdatum plus dieser Formel vorbelegt.
- Passen Sie bei Bedarf Letztes Fälligkeitsdatum an. Ein leeres Feld bedeutet: keine Begrenzung.
- Grenzen Sie die Posten bei Bedarf in den Filterregistern ein (siehe unten).
- Wählen Sie OK. Business Central meldet „… Zahlungsausgangs-Buch.-Blattzeile(n) wurden erstellt.“ Wurden Zeilen ohne Empfängerbankkonto erstellt, weil das Bankkonto des Empfängers nicht freigegeben ist, nennt die Meldung auch deren Anzahl. Siehe Empfängerbankkonten. Wurde ein Aufrechnungsnachweis erstellt, fragt Business Central, ob Sie ihn öffnen möchten.
- Prüfen Sie die Zeilen und führen Sie die Zahlung durch: Zahlung durchführen.

Die Anforderungsseite speichert Ihre letzten Eingaben.
Anforderungsseite
| Register | Felder | Hinweis |
|---|---|---|
| Optionen | Vorlagencode, Letztes Fälligkeitsdatum | Der Vorlagencode ist Pflicht. |
| Kreditorenposten | Kreditorennr., Zahlungsformcode, Währungscode | nur wirksam, wenn die Vorlage Kreditorenzahlungen vorschlägt |
| Debitorenposten | Debitorennr., Zahlungsformcode, Währungscode | nur wirksam, wenn die Vorlage Debitorenzahlungen vorschlägt |
| Mitarbeiterposten | Mitarbeiternr., Zahlungsformcode, Währungscode | nur wirksam, wenn die Vorlage Mitarbeiterzahlungen vorschlägt |
Hat der Buch.-Blattname einen Zahlungsformcode, ist der Filter Zahlungsformcode in allen drei Registern mit „dieser Code oder leer“ vorbelegt. Posten ohne eigene Zahlungsform werden also berücksichtigt und erhalten die Zahlungsform des Buch.-Blattnamens. Posten mit einer anderen Zahlungsform werden nicht berücksichtigt.
Hat die Vorlage eigene Postenfilter (siehe Vorlagen einrichten), gelten beide: Ein Posten wird nur vorgeschlagen, wenn er die Filter der Anforderungsseite und die Filter der Vorlage erfüllt.
Auch in anderen Zlg.-Ausg. Buch.-Blättern verfügbar
Erw. Zahlungsvorschlag steht auch in Buch.-Blättern zur Verfügung, deren Bankkonto nicht über 365 business Banking verbunden ist. Die Zeilen werden dann auf dieselbe Weise erstellt, sind aber keine Banking-Zahlungen: Zahlung durchführen ist nur für ein verbundenes Bankkonto verfügbar.
Was danach im Buch.-Blatt steht
- Je Posten eine Zeile, oder je Konto und Währung eine Zeile, wenn die Vorlage Pro Konto summieren vorsieht.
- Belegart Zahlung für Kreditoren und Mitarbeiter, Erstattung für Debitoren.
- Buchungsdatum = Arbeitsdatum oder, wenn die Vorlage es vorsieht, das Fälligkeitsdatum des Postens. Ist zusätzlich Skonto finden eingeschaltet, ist es bei einem Posten mit Skonto das Skontodatum (frühestens das Arbeitsdatum), damit das Skonto nicht verfällt (siehe Skonto).
- Gegenkonto, Zahlungsform und das Bankkonto des Empfängers sind gesetzt. Ist das Bankkonto nicht für Zahlungen freigegeben, bleibt Bankkonto Empfänger leer; die Posten sind der Zeile über die Ausgleichs-ID zugeordnet.
- Bei einer Aufrechnung zusätzlich je aufgerechnetem Paar aus Kreditor und Debitor zwei Aufrechnungszeilen „Aufrechnung …“, eine für den Kreditor und eine für den Debitor.
Die Einzelheiten sind auf den Unterseiten beschrieben:
Fehlerbehebung
| Meldung | Ursache und Abhilfe |
|---|---|
| „Sie müssen eine Vorschlagsvorlage angeben.“ | Vorlagencode ist leer. Wählen Sie eine Vorlage. |
| „Der Zahlungsausgangs-Buch.-Blattname ist nicht angegeben. Starten Sie den Vorschlag aus dem Zahlungsausgangs-Buch.-Blatt.“ | Der Vorschlag wurde nicht aus einem Zlg.-Ausg. Buch.-Blatt gestartet. |
| Ein erwarteter Posten fehlt | Siehe Welche Posten vorgeschlagen werden. Häufig ist der Posten noch nicht fällig, steht auf Abwarten oder ist bereits in einem anderen Buch.-Blatt vorgesehen. |
Siehe auch
- Zlg.-Ausg. Buch.-Blatt
- Zahlungsvorschlag
- Zahlung durchführen: Ablauf je Bankanbindung
- Erweiterte Zahlungsvorschläge (Neuerung)
