import { Callout } from "zudoku/ui/Callout";

# SEPA-Lastschrift im Zahlungseingangs Buch.-Blatt

## Geschäftswert

Der SEPA-Lastschrifteinzug im Microsoft Dynamics 365 Business Central Standard läuft über die Lastschrifteinzüge – eine vom übrigen Zahlungsverkehr getrennte Welt mit eigenen Belegen und eigener Bearbeitung. Zahlungseingänge aus Lastschriften entstehen dort erst nach dem Buchen des Einzugs, und die Vorgänge rund um den Einzug – Vorabankündigung, Mandat, Rücklastschrift – sind manuell abzuwickeln.

Mit der **SEPA-Lastschrift im Zlg.-Eing. Buch.-Blatt** ziehen Sie Lastschriften dort ein, wo Sie ohnehin Zahlungseingänge bearbeiten: im Buch.-Blatt, mit Vorschlag, Vorabankündigung, Empfängerüberprüfung und Rücklastschriftverarbeitung im selben Ablauf.

## Funktionsbeschreibung

Ein **Zlg.-Eing. Buch.-Blatt** wird zum Lastschrift-Buch.-Blatt, wenn seine Zahlungsform als **SEPA-Lastschrift** oder **SEPA-Sammellastschrift** eingerichtet ist. Nur dann werden die zusätzlichen Felder und Aktionen eingeblendet.

### Zusätzliche Felder in der Buch.-Blattzeile

| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| **Bankkonto Zahler** | Das belastete Bankkonto des Zahlers. Es stammt aus dem Lastschriftmandat, da ein Mandat den Einzug von einem bestimmten Konto autorisiert. |
| **Einzugsdatum** | Das Datum, an dem der Betrag beim Zahler eingezogen wird. Die Bank benötigt eine Vorlaufzeit in Bankarbeitstagen – das Einzugsdatum ist deshalb nicht zwingend das Buchungsdatum. |
| **Nachricht an Empfänger** | Der Verwendungszweck, den der Zahler auf dem Kontoauszug sieht. |
| **Empfängerüberprüfung (VoP) Status** | Ergebnis der Prüfung des Zahler-Bankkontos. |
| **Zahlungsstatus** | Status der Buch.-Blattzeile im Einzug. |
| **Vorabankündigung versandt** | Zeigt, ob die Vorabankündigung über Betrag und Einzugsdatum versandt wurde. |

### Lastschriften vorschlagen

Die Aktion **Lastschriftenvorschlag erstellen** erzeugt Buch.-Blattzeilen für offene Debitorenposten. Der Aufruf bietet:

- **Letztes Fälligkeitsdatum** – spätestes Fälligkeitsdatum der einzuziehenden Posten.
- **Einzugsdatum** – bleibt es leer, wird das Datum je Zeile aus der Fälligkeit des Postens und der Vorlaufzeit der Bank auf einem Bankarbeitstag ermittelt.
- **Partnerart** – nur Debitoren der Art *Unternehmen* (B2B-Lastschrift) oder *Person* (CORE-Lastschrift). Leer zieht beide ein; sie werden als getrennte Lastschriften an die Bank übergeben.
- **Nur Rechnungen mit gültigem Lastschrift-Mandat**
- **Pro Debitor summieren** – eine Zeile je Debitor, Mandat, Einzugsdatum und Währung.
- **Neue Belegnr. pro Zeile**

### Einzug durchführen

Über **Lastschrift durchführen** bzw. **Lastschrift durchführen und buchen** werden die Lastschriften der Zeilen bei der Bank eingezogen – im zweiten Fall wird das Buch.-Blatt unmittelbar danach gebucht. Zeilen einer Sammellastschrift erhalten dabei eine gemeinsame [End-to-End-Referenz](end-to-end-reference-batch-payments.mdx).

Die Aktion **Empfängerüberprüfung (VoP)** prüft Kontoinhabername und IBAN des Zahler-Bankkontos. Das plausibilisiert das Konto und reduziert Rücklastschriften.

### Vorabankündigung

Über die Aktionen **Vorabankündigungen drucken** und **Vorabankündigungen senden** – bzw. **Vorabankündigung drucken/senden** für die markierte Zeile – informieren Sie die Zahler über Betrag und Einzugsdatum.

Die Rahmenbedingungen stellen Sie in der **Finanzbuchhaltung Einrichtung** ein: **Nummernserie Vorabankündigung**, **Vorlaufzeit Vorabankündigung (Tage)** und **Vorabankündigung erforderlich**.

### Vorlaufzeiten und Bankarbeitstage

Damit das Einzugsdatum korrekt ermittelt wird, hinterlegen Sie auf dem **Bankkonto** den **Basiskalendercode** sowie die Vorlaufzeiten **Vorlaufzeit CORE-Lastschrift (Tage)**, **Vorlaufzeit CORE-Erstlastschrift (Tage)** und **Vorlaufzeit B2B-Lastschrift (Tage)**. Ohne Kalender werden die Vorlaufzeiten in Kalendertagen gerechnet.

### Mandat und Rücklastschrift

Das **SEPA-Lastschriftmandat** kann als Beleg gedruckt und per E-Mail versandt werden; die **Gültigkeit Lastschriftmandat** legen Sie in der Finanzbuchhaltung Einrichtung fest.

Für Rücklastschriften steuern Sie die Nachbehandlung ebenfalls dort:

- **Rechnungsbehandlung bei Rücklastschrift** – *Keine Aktion*, *Auf „Abwarten“ setzen* (mit **Abwarten-Code bei Rücklastschrift**) oder *Zahlungsform ändern* (mit **Zahlungsformcode bei Rücklastschrift**).
- **Gebührenbehandlung bei Rücklastschrift** – *Manuell oder Kontierungsregel* oder *Belastung Debitor*.

Trifft eine Rücklastschrift auf dem Kontoauszug ein, ordnen Sie sie im Zahlungsausgleich über die Aktion **Rücklastschrift zuordnen** dem ursprünglichen Einzug zu. Beim Buchen wird der Ausgleich dieses Einzugs aufgehoben, die betroffenen Rechnungen werden wieder offen, und der zurückgegebene Betrag gleicht den Einzug aus.

<Callout type="note" title="Umfang">
Der Einzug über das Zlg.-Eing. Buch.-Blatt tritt neben die Lastschrifteinzüge des Standards. Ein doppelter Einzug desselben Postens über beide Wege wird verhindert.
</Callout>

Weitere Informationen finden Sie im Artikel [Zahlungseingangs Buch.-Blatt](../../cash-receipt-journal.mdx).
